Chronik

1970-1973

Im Jahr 1970 begann die erste volle Saison auf dem Haunerbusch. Die Mannschaft mit Achim Sommer im Tor, Willi Budde, Hans Grahe, Wolfgang Müller und Friedhelm Schulte verstärkt sich mit Egon Hildebrand und Dieter Bensch aus Dortmund. Die Heimspiele erfreuten sich großer Beliebtheit beim Kiersper Publikum so daß die Zuschauer-zahlen nicht selten die 1.000 Marke übersteigen. Auch strömten viele junge Leute zum Verein, so daß noch 1970 eine zweite Mannschaft ins L eben gerufen wurde, die ausschließlich Freundschaftsspiele bestritt. Den Vorstand ergänzten mittlerweile K.H. Heußner und Franz Tulius. Als Sportleiter fungierte Hans Werner Rothstein.

Die Saison 1971 wurde mit generalüberholten und orangeroten Motorrädern gestartet. Ein Freundschaftsspiel gegen den MBC Mulhouse aus Frankreich geriet zur großen Enttäuschung als die Gastgeber viel zu spät anreisten und noch dazu einen desolaten Fuhrpark präsentierten. Ein unvergessenes Scheunenfest feierte man im Juni d.J. in der Scheune von Landwirt Kemper in Wilbringhausen. Nach Erreichen des 2. Platzes in der Nordwest Gruppe stand man im Halbfinale dem Südmeister MSC "Taifun" Mörsch gegenüber. Über 1.500 Zuschauer sahen bei strömenden Regen einen 0:2 Sieg der Gäste die dann auch im Rückspiel siegreich bleiben. Erneut hatte man die Finalteilnahme verpasst. Zu diesem sportlichen Mißerfolg kamen dann im selben Jahr Unstimmigkeiten im Vorstand die zum Austritt von K.-H. Heußner und H.-W. Rothstein führten. Unter großer Initiative von K.-H. Heußner entstand daraufhin 1972 ein zweiter Motoballclub in Kierspe, der MBC Lüdenscheid (heute MBC Kierspe). Die immer dichter werdende Bebauung am Haunerbusch brachte Probleme mit der Sportplatznutzung mit sich die dann zum Ende der sehr erfolgreichen Ära Haunerbusch führte. Auf dem von Vereinswirt Willi Funke zur Verfügung gestellten Land im heutigen "Gewerbegebiet Wildenkuhlen" wurde 1972 mit vereinten Kräften und der Unterstützung des Bauunternehmers Gelhausen ein neuer Motoballplatz errichtet. Das Eröffnungsspiel wurde am 06.08.1972 gegen den MBC Lüdenscheid ausgetragen und mit 2:0 gewonnen.

Da einige der älteren Spieler ihre Laufbahn beendet hatten, bemühte sich der Vorstand um eine Verstärkung der Mannschaft. Mit Norbert Busse konnte man den gefürchteten Torjäger der Nord-west Gruppe vom SVB Leverkusen abwerben. Dank der vielen Tore des Gespanns Budde/ Busse in der Saison 1973 wurde erneut Platz 2 und damit das Halbfinale erreicht. Zuvor jedoch war man nach Saint Epain in Frankreich eingeladen wo bei volksfestähnlicher Stimmung und drückender Hitze mit 10:4 gewonnen wurde. Als Fahrer des Ford Transit Maschinenwagens hatten Johannes Frey und Wolfgang Harbig hier wohl das schwerste Amt. In dem folgenden, sehr turbulenten Halbfinale schied man gegen den MSC "Comet" Durmersheim aus.

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